Familienbrauerei seit 1874, 31 Mitarbeitende, Mindelheim, schrittweise Übergabe 2027–2029 für 1,9 Mio. €
BrancheFamilienbrauerei, Bier und alkoholfreie Getränke für Gastronomie und Getränkehandel
StandortMindelheim, Bayern
Gegründet1874
Mitarbeitende31
Umsatz4,3 Mio. €
EBIT260.000 €
Kaufpreis1,9 Mio. €
Alter Inhaber:in62 Jahre
Übergabeschrittweise über 3 Jahre (Anteile in drei Tranchen 25 % / 25 % / 50 %), Inhaber bleibt bis dahin Mitgesellschafter und Berater
ZeitplanStart 2027, vollständige Übergabe bis Ende 2029
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Zusammenfassung
Familienbrauerei in fünfter Generation im Unterallgäu mit rund 18.000 Hektolitern Jahresausstoß, zwölf Biersorten, Limonaden und einer zweistellig wachsenden alkoholfreien Linie; beliefert werden etwa 85 Gaststätten und Festwirte, Getränkemärkte und Fachgroßhandel. Bei 4,3 Mio. € Umsatz liegt das EBIT bei 260.000 €, die Margen sind durch Energie- und Glaspreise gesunken. Der Kaufpreis von 1,9 Mio. € für 100 % schließt Grundstück und Gebäude (Gutachten rund 1,1 Mio. €) ein; die Übergabe erfolgt in drei Tranchen von 2027 bis Ende 2029, der 62-jährige Inhaber bleibt bis dahin Mitgesellschafter und Berater. Kurzfristig steht eine Investition von rund 900.000 € in eine neue Abfüllanlage an; der Braumeister bleibt als technischer Betriebsleiter, den Vertrieb muss die Nachfolge neu aufstellen.
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## Über das Unternehmen
Unsere Familie braut seit 1874 im Unterallgäu, ich führe die Brauerei in fünfter Generation. Mit 31 Mitarbeitenden brauen wir rund 18.000 Hektoliter im Jahr: zwölf Biersorten, dazu Limonaden und eine alkoholfreie Linie, die seit Jahren zweistellig wächst. Wir beliefern etwa 85 Gaststätten und Festwirte in der Region, Getränkemärkte und den Getränkefachgroßhandel; zum Haus gehört das Bräustüberl, das verpachtet ist. Das Sudhaus ist von 1956 und tut seinen Dienst, die Abfüllanlage von 1998 dagegen ist am Ende. Die Braugerste kommt von Landwirten aus dem Umkreis, mit denen wir seit Jahrzehnten Verträge haben. Meine Tochter ist Ärztin in Hamburg; sie wird die Brauerei nicht übernehmen.
## Fachliche Anforderungen an die Nachfolge
Bierbrauen muss die Nachfolge nicht können. Dafür haben wir unseren Braumeister, 41 Jahre alt, der als technischer Betriebsleiter eingetragen ist und bleiben will. Gesucht ist jemand, der Technik, Zahlen und Menschen zusammenbringt: Investitionen planen, eine neue Abfüllanlage auswählen und in Betrieb nehmen, Energie- und Kältetechnik verstehen, Abläufe in Abfüllung und Logistik verbessern. Ein Ingenieur oder eine Wirtschaftsingenieurin mit Produktionserfahrung wäre ideal, die Branche kann man lernen. Den Vertrieb an Gastronomie und Handel mache ich heute selbst; den muss die Nachfolge neu aufstellen.
## Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Übergabe
Wir setzen 4,3 Mio. € um, das EBIT liegt bei 260.000 €; die Margen sind durch Energie- und Glaspreise gesunken. Der Kaufpreis von 1,9 Mio. € für 100 % schließt Grundstück und Gebäude ein, die ein Gutachter auf rund 1,1 Mio. € schätzt. Ich möchte schrittweise übergeben: 25 % im Jahr 2027, weitere 25 % 2028 und die restlichen 50 % bis Ende 2029. So wächst die Nachfolge hinein, und ich bleibe so lange Mitgesellschafter und Berater. Für die neue Abfüllanlage sind etwa 900.000 € nötig, die die Gesellschaft finanzieren muss. Ich bin 62. Die Nachfolge sollte in der Region leben oder täglich pendeln können – eine Brauerei führt man nicht per Videokonferenz.
## Führung, Werte und Kultur
Ich führe väterlich, aber ich höre zu. Freitags gibt es eine gemeinsame Brotzeit, da wird auch über Probleme geredet. Viele unserer Leute sind seit über 20 Jahren da, zwei Familien arbeiten in der dritten Generation bei uns. Mir ist wichtig, dass die Nachfolge die Leute einbindet und Verantwortung abgibt – unser Braumeister und der Logistikleiter können mehr, als ich ihnen bisher zugetraut habe. Werte, die bleiben müssen: Qualität ohne Abkürzungen, Verlässlichkeit gegenüber Wirten und Lieferanten, Verwurzelung im Ort, vom Vereinsfest bis zur Erstkommunion. Wer nicht passt: jemand, der die Marke an einen Großkonzern weiterreicht, oder jemand, der aus uns eine Craft-Beer-Spielwiese macht und die Stammkunden vergisst.
## Zukunft des Unternehmens
Wir müssen nicht hip werden, aber wir müssen uns modernisieren, sonst gibt es uns in zehn Jahren nicht mehr. Die neue Abfüllanlage, Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage auf dem Lagerdach würden unsere Kosten deutlich senken. Die alkoholfreie Linie und die Limonaden sollen wachsen, im Handel wollen wir bis an den Bodensee und nach Augsburg kommen. Eine moderne Website, ein kleiner Onlineshop für Geschenkkisten und eine bessere Tourenplanung für unsere vier Lkw gehören dazu. Das Tempo darf zügig sein, solange die Belegschaft mitgenommen wird. Ich wünsche mir, dass die Brauerei auch in 50 Jahren in der Hand einer Familie aus der Region ist.
Das Unternehmen in vier Dimensionen
Von Claude aus dem Text verdichtet. Diese Absätze werden eingebettet und mit den Nachfolger-Profilen verglichen.
Fachlicher Fit
Branche, Fachkompetenz, Ausbildung und Berufserfahrung – passt das Können zur Aufgabe im Unternehmen?
So ist das Unternehmen
Mittelständische Familienbrauerei im Unterallgäu mit rund 18.000 Hektolitern Jahresausstoß, zwölf Biersorten, Limonaden und einer alkoholfreien Linie. Absatz über etwa 85 Gaststätten und Festwirte, Getränkemärkte und Getränkefachgroßhandel, dazu ein verpachtetes Bräustüberl. Die Produktionstechnik ist gemischt: Sudhaus von 1956 funktionsfähig, Abfüllanlage von 1998 am Ende ihrer Lebensdauer. Braugerste stammt aus langjährigen Vertragsbeziehungen mit regionalen Landwirten. Die brautechnische Kompetenz liegt beim 41-jährigen Braumeister, der als technischer Betriebsleiter eingetragen ist und bleibt. Beim Inhaber liegen heute Vertrieb an Gastronomie und Handel sowie Investitionsplanung und Gesamtsteuerung. Fachlich anspruchsvoll sind Abfülltechnik, Energie- und Kältetechnik, Logistik mit vier Lkw sowie die Neuaufstellung des Vertriebs.
Diese Nachfolge sucht es
Ein Ingenieur oder eine Wirtschaftsingenieurin mit mehrjähriger Erfahrung in Produktion, Anlagenbau oder Prozesstechnik, idealerweise in der Lebensmittel- oder Getränkeindustrie, Brauerfahrung ist nicht erforderlich. Die Person plant Investitionen sicher, hat bereits größere Anlagen ausgewählt und in Betrieb genommen und versteht Energie-, Kälte- und Wärmerückgewinnungstechnik. Sie optimiert Abläufe in Abfüllung, Lager und Tourenlogistik und kann Technik, Kennzahlen und Mitarbeitende zusammenführen. Vertriebliches Geschick gegenüber Gastronomie, Getränkefachgroßhandel und Lebensmittelhandel bringt sie mit oder baut es zügig auf, um den bisher inhabergeführten Vertrieb neu zu strukturieren. Kaufmännische Grundlagen wie Kalkulation, Controlling und Finanzierungsplanung gehören zu ihrem Handwerkszeug.
Passende Nachfolger:innen
Alle Nachfolger-Profile, sortiert nach Passung zu diesem Unternehmen. Unter „Details“ stehen die Rohwerte beider Richtungen und eine Begründung auf Abruf.
Gewichtung
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25 %
25 %
25 %
25 %
4 Personen, sortiert nach Gesamt-Passung
Scores 0–100 je Dimension relativ zum Pool (10. Perzentil → 0, 90. Perzentil → 100)
Promovierte Operations-Managerin, sucht B2B-Dienstleister mit 80–300 MA bundesweit, Kaufpreis bis 15 Mio. €
15
Gesamt von 100
Alter: 47 Jahre·Wohnort: Frankfurt am Main·1,5 Mio. € Eigenkapital·Zeithorizont: Unterschrift 2027, idealerweise im ersten Halbjahr; verfügbar ab sofort
Brauerei mit 31 Mitarbeitenden in Mindelheim, Bayern, 4,3 Mio. € Umsatz und 260.000 € EBIT bei durch Energie- und Glaspreise gesunkenen Margen. Kaufpreisvorstellung 1,9 Mio. € für 100 % der Anteile, einschließlich Grundstück und Gebäude mit einem Gutachtenwert von rund 1,1 Mio. €. Übergabe schrittweise: 25 % im Jahr 2027, 25 % 2028, die restlichen 50 % bis Ende 2029; der 62-jährige Inhaber bleibt bis dahin Mitgesellschafter und Berater. Zusätzlicher Investitionsbedarf von rund 900.000 € für eine neue Abfüllanlage, den die Gesellschaft finanzieren muss, dazu sinnvolle Investitionen in Wärmerückgewinnung und Photovoltaik. Abhängigkeit vom Inhaber im Vertrieb. Präsenz vor Ort wird erwartet: Wohnsitz in der Region oder tägliche Pendelbarkeit.
Diese Nachfolge sucht es
Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger mit Eigenkapital, das vermutlich im mittleren sechsstelligen Bereich liegt, und tragfähigem Zugang zu Bankfinanzierung für einen Kaufpreis von 1,9 Mio. € in drei Tranchen über 2027 bis 2029. Die Person ist bereit, parallel eine Investition von rund 900.000 € in der Gesellschaft mitzutragen, und versteht den Wert der enthaltenen Immobilie als Sicherheit. Sie sucht einen inhabergeführten Produktionsbetrieb mit etwa 30 Mitarbeitenden und rund 4 Mio. € Umsatz, akzeptiert eine schrittweise Anteilsübernahme mit dem Altinhaber als Mitgesellschafter und Berater und hat einen Zeithorizont, der einen Einstieg 2027 erlaubt. Sie lebt im Allgäu, in Schwaben oder pendelbarer Nähe zu Mindelheim oder zieht dorthin und plant langfristig.
Führung & Werte
Führungsstil, Wertesystem, Umgang mit Mitarbeitenden, Motivation – passt die Person zur Kultur des Unternehmens?
So ist das Unternehmen
Der Inhaber führt väterlich, aber zuhörend; die freitägliche gemeinsame Brotzeit dient auch als Forum für Probleme. Die Belegschaft ist sehr treu, viele Mitarbeitende sind seit über 20 Jahren im Betrieb, zwei Familien arbeiten in dritter Generation mit. Selbstkritisch sieht der Inhaber, dass Braumeister und Logistikleiter mehr Verantwortung tragen können, als ihnen bisher übertragen wurde. Zentrale Werte sind Qualität ohne Abkürzungen, Verlässlichkeit gegenüber Wirten und Lieferanten und tiefe Verwurzelung im Ort, vom Vereinsfest bis zur Erstkommunion. Tradition und Region haben hohen Stellenwert. Ausgeschlossen sind ein Weiterverkauf der Marke an einen Großkonzern und eine Ausrichtung als Craft-Beer-Experiment zulasten der Stammkundschaft.
Diese Nachfolge sucht es
Eine bodenständige Führungspersönlichkeit mit kooperativem, delegierendem Führungsstil, die Mitarbeitende einbindet, Verantwortung an erfahrene Leistungsträger wie Braumeister und Logistikleiter abgibt und auch mit langjährigen Belegschaftsfamilien respektvoll umgeht. Sie ist präsent im Betrieb, ansprechbar und nahbar, statt aus der Ferne zu steuern. Qualität, Verlässlichkeit gegenüber Kunden und Lieferanten sowie regionale Verankerung teilt sie als eigene Werte und bringt sich ins örtliche Vereins- und Gemeindeleben ein. Sie denkt unternehmerisch und langfristig als Eigentümerin, nicht als Finanzinvestor mit Exit-Absicht, und kann über drei Jahre konstruktiv mit dem Altinhaber als Mitgesellschafter und Berater zusammenarbeiten.
Vision & Mehrwert
Wohin soll das Unternehmen? Wachstum, Digitalisierung, Kontinuität – passen die Zukunftsbilder zusammen?
So ist das Unternehmen
Der Inhaber sieht klaren Modernisierungsbedarf, ohne dass die Brauerei modisch werden soll: Ohne Erneuerung droht ihr in zehn Jahren das Aus. Geplant sind eine neue Abfüllanlage, Wärmerückgewinnung und Photovoltaik auf dem Lagerdach zur deutlichen Kostensenkung. Wachstum soll vor allem aus der alkoholfreien Linie und den Limonaden kommen, im Handel ist eine Ausweitung bis an den Bodensee und nach Augsburg angestrebt. Digitalisierung umfasst eine moderne Website, einen kleinen Onlineshop für Geschenkkisten und bessere Tourenplanung für vier Lkw. Das Tempo darf zügig sein, solange die Belegschaft mitgenommen wird. Erhalten bleiben sollen Marke, Stammkundschaft in der Gastronomie und regionale Eigenständigkeit, langfristig in Familienhand aus der Region.
Diese Nachfolge sucht es
Eine Unternehmerpersönlichkeit mit klarem Modernisierungs- und Wachstumsbild für einen traditionsreichen regionalen Getränkehersteller: Erneuerung der Produktionstechnik, Energieeffizienz mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik, Ausbau alkoholfreier Getränke und Limonaden sowie regionale Handelsexpansion in Schwaben und am Bodensee. Sie treibt Digitalisierung pragmatisch voran, von Website und Onlineshop bis zur Tourenplanung, und setzt Veränderungen zügig, aber mit der Belegschaft um. Sie bewahrt Marke, Stammkunden und regionale Identität, verzichtet auf Trendexperimente und Konzernverkauf und plant die Brauerei als langfristig unabhängiges Familienunternehmen, tendenziell mit eigener Familie in der Region und dem Ziel, sie über Jahrzehnte weiterzuführen.